Die Szene, geschmückt! – Konzertbericht

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Flourish - Die Szene, geschmückt!

…und ich würde nicht mal blöffen, wenn ich behaupten täte, dass wir grundsätzlich über allem stehen wo sich etwas zu drüberstehen bieten tut. Doch an diesem besagten Samstag haben wir schon leichte Flattulenzen gespürt. Wer gut im Malen ist, kann sich ja ausmalen, was an so einem Konzert alles schief gehen könnte. Ein Stromausfall wäre nichts, ja gar wünschenswert je nach Form der Band.
So haben wir unser ganzes Adrenalin investiert und den Bandbus samt den Manngängs Brigitte und Herbert (zu Deutsch Schaufensterpuppen) und anderem Dekoplunder binnen 5 Minuten randvollgestopft. Nun ist das ja gut, aber im Kofmehl zu Solothurn tun sie eine Band schon aus kritischen Augen betrachten wo schon Zmittag einlöift wenn sie den Soundtschegg eigentlich erst um 19 Uhr hätte. Und so haben sie uns halt noch einen Zmittag gekocht und mit uns Eile mit Weile gespielt, bis endlich Abend ward.
Gegen fünf Uhr nachmittax kam dann die nächste Attraktion, nämlich 5 liebevoll geschmückte Platten mit Früchten, Gummibärli und Kadaver, die eigentlich für den Headliner gedacht gewesen wäre. Aber bring das mal Flourish bei. Wie Mähdrescher… naja, man kann sich die Szene vorstellen, und darf dabei in Gedanken bis aufs äusserste gehen. So musste der Stone halt seine Tschipps aus dem Auto holen und die Platten damit auffüllen bevor die Stars kamen. Zum Glück hat der Stone immer ein paar Tschipps in seinem Toyota Aygo!
Als dann auch das Volk den Saal stürmte, mussten wir in die Katakomben weichen, wo das grosse Zittern erst begann. Wir haben uns ins Hemd gemacht, in die Hose gemacht und uns übergeben. Und irgendwann sind dem Lehcim die Sicherungen durchgebrannt. Er ist auf die Bühne gestürmt und hat das Konzert einfach, Kraft seines ihm nicht wirklich verliehenen Amtes, eröffnet. Er hat mit einem Spirit vom Hendriggs’ Tschimi alle seine Soli vom Stapel gelassen und bis wir reagieren konnten, haben wir die Songs halt einfach zeitlich verzögert nachgeliefert.
Der Rest kann erahnt werden. Alle haben sich nach ihrem Gusto sozial verwirklicht. Wir haben musiziert, einige haben zugehört, einige haben getanzt, einige haben geplaudert, einige haben sich den Drogen hingegeben und einige jugendliche haben sich den Herpesvirus überreicht: Alles in allem ein sehr gelungener Abend. Jetzt kommen wir uns vor wie Helden. Schliesslich hat Plusminus’ Marcel ja auch den Nagel auf den Kopf getroffen, wenn er unseren Stil Krawall-Easy-Listening nennt. Darauf sind wir schon ziemlich stolz!
Und obwohl wir in Solothurn waren, hat es von Rohr’s Chris nicht für notwendig empfunden uns einen Besuch abzustatten. Nun müssen wir halt noch einmal spielen bis wir berühmt werden.

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