Stone’s Pyrotechnik

Flourish - Stone's Pyrotechnik

Flourish - Stone's Pyrotechnik

Da trafen sich die Jungs wieder zur allmontaglichen Probe. Doch diesmal voller Anspannung. Das wichtige Heimspiel gegen zahlreiche örtliche Musikschiedsrichter im Düdinger ex-Kurort Bad Bonn stand bevor. Die Seiten glänzten- und die Nerven lagen blank. Wir waren nervös aber bereit. Und wie wir so durch das Repertoire ritten, signalisierte mir der Stone plötzlich, dass eine seiner Gerätschaften nicht mehr mitmachen wollte. Ich glaube das war ein heimtückischer Trick um Aufmerksamkeit zu erhalten, denn kurze Zeit später stieg ein kleines Feuerwölkchen zwischen seinen Verstärkertürmen empor. Wollte doch unser Premiumshowman tazächlich fürs Bonn eine kleine Pyrotechnische Einlage einbauen. Was der Stone nicht beachtet hat, sind die zahlreichen Teppiche und Brockenhausantiquitäten, die durch seine Show hätten in Mitleidenschaft gezogen werden können. Und natürlich ebenso unser vor Lebensfreude nur so strotzenden Körper.
Was der Leser sicher auch nicht weiss: Wir proben im Keller eines Silos, in welchem orzansässige Landwirtschaftsbetriebe ihre Getreideernte lagern tun. Diese erzeugen einen hochexplosiven Staub. Wenn wir also im Moment von Stone’s Pyrohighlight die Türen öffnen erlebt Düdingen den Einsturz seines Wahrzeichens. Bleiben die Türen des 25 Quadratmetermassivbetonraumes (mit stilvollem, aber brennbarem Änteriör) geschlossen, könnten wir grazogut im Hochofen einer Ziegelei proben, oder in einem Krematorium…

Wie dem auch sei, nach dem Feuerwerk wussten wir nicht genau welche Gerätschaften noch am Leben sind. Wir wollten natürlich das Risiko des Frühtodes auch nicht ein weiteres Mal eingehen. So mussten wir des Stones Roadies anrufen, welche zu nachtschlafener Zeit alle Verstärker ins Freie schleppten, damit wir sie dort noch einmal dem Brenn- und Funktionstest unterziehen konnten.
Wie der Gainsbourg und der Mänu über einen potentiellen Patienten gerade lautstark ein Keyboardsolo preisgaben, fuhr prompt ein Polizeiwagen vor. „Seid ihr eine Band?“, war die frage der Herren in Uniform. „Ja, seid ihr von der Polizei?“, war Mänus Antwort. Wir mussten die Lage erklären, einen Bluttestmachen, bei welchem der Stone tatsächlich positiv auf Jazz getestet wurde (ja, der Stone hat eben Jazz im Blut) und das Auto fuhr wieder weg…

Der Patient wurde eruiert, wir haben ihn bereitgestellt um mit der Ambulanz abzutransportieren und die Probe nahm so ein frühzeitiges Ende. Alle konnten es mit Fassung tragen. Einzig der Lehcim war am Boden zerstört und schwankte zwischen „Song darüber schreiben“ und „in eine Talkshow“ gehen. Schlussendlich entschied er sich für letzteres. Rief auf der Fahrt nach Hause noch dem staatlichen Fernsehen an und schilderte in derselben Nacht die Geschehnisse im Fernsehen. Interessierte mögen der Geschichte mithilfe folgendem Link auf den Grund gehen:
http://nachtwach.blog.sf.tv/daniel-hitzig/zwischen-schall-und-rauch.html

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