Hobo Tour 3.8.09 – Der Sandro von Hospental

Mannschafzbild mit dem Sandro von Hospental

Mannschafzbild mit dem Sandro von Hospental

SCHWARZ! Und plötzlich war unten oben und vorne hinten und die Mitte aussen und das Äussere mitz und niemand mehr hatte die Orientierung und als das Trauma verflog übergaben sich alle dermassen fest, dass man sämtliche ämitaler Schweine damit hätte füttern können. Der Stone hatte nämlich satt, dass das ganze Auto kränkelt. Jetzt hat er einen Trick angewendet, den man nur bei den Hells Angels lernen kann: Er hat in den 2. Gang geschaltet, die Handbremse gezogen, alle Pedale gleichzeitig gedrückt und das Lenkrad von links nach rechts und von rechts nach links gerissen. Dann hat das Auto einen Purzelbaum gemacht und alle gaben den Mageninhalt preis und waren dafür sofort wieder fit. Ein Schenieschtreich vom Stone! Also alle waren fit, ausser der Lehcim und der Manuell. Der Lehcim klebte am Autodach und verkrampfte seinen Körper im Zuckerschock. Und dem Manuell floss mittlerweilen eine trübe gelbliche Flüssigkeit aus den Augen. Er zitterte immer noch und brachte das Konzert zu Hospental in Gefahr.
Doch endlich war auch der Bandarzt Dr. Stephan Looping wieder bei Bewusstsein und konnte Therapien verhängen. Der Lehcim musste seinen Zuckerschock mit etwas salzigem neutralisieren. Also gab der Dr. ihm einen viertel der Familienpizza aus dem vorgestrigen Amerikarestorang von Luzern, dass er nicht verspiesen hatte. Der Lehcim wollte nicht essen, weil er ja schon 349 Kekse im Magen hatte, was ziemlich viel ist für so einen schlaksigen Genossen wie der Lehcim Tschirren-Grütter. Also stopfte ihm der Dr. einfach den Mund mit Familienpizza und langsam löste sich der Lehcim von der Decke. Er schwebte erst eine Minute im Freien, bis er schliesslich sanft auf dem Autositz landete.
So weit so gut, wäre da nicht das winseln aus dem Kofferraum. Wir bemitleideten den Manuell wirklich alle sehr. Aber der Dr. Looping wollte sich nicht erweichen lassen und ermahnte uns abermals, dass der Manuell für das Dehnen der Konzertdauer von Flourish nun leiden musste. Uns waren die Hände gebunden.

Als sich langsam das Redüi vor uns auftürmte und wir in der Gotthardraststätte einkehrten und uns mit Rockenrollnahrung eindeckten hatte plötzlich der Dolby eine schöne Idee. Jetzt musstu vielleicht noch des Dolbys Vorgschicht kennen. Nämlich ist sein Vater auch Arzt, der weltbekannte Dr. Pepper, also ist auch der Dolby in der Medizin nicht grad ein Grünschnabel. Er kaufte in der Raststätte eine CD mit dem poetischen Titel „Feten Hits – total versaut!“. Diese brachte er dem testosteronausschaffenden Manuell mit ins Auto. Wir legten sie auf und im Nu verfärbte sich des Manuells gelblichtrüber Schleim der ihm nun auch aus dem Mund floss in orange, dann rot, rosa und schliesslich bildeten sich Seifenblasen daraus und aus den Augen löichteten zwei Sonnen und die Seifenblasen verfolgten uns nach Hospental. Der Manuell konnte seinen Fleischentzug mit „Feten Hits – total versaut!“ kompensieren! Und seine Seifenblasen verschönerten unseren Einzug in Hospental.

Hospental ist ein schönes hunderzeelen Dorf mitz vor dem Gotthard. Und weil da nur hunderzeelen Wohnen wissen auch alle Bscheid was da im Dorf löift. Und sicher wissen auch alle, dass es in der Jugi riecht, als ob es ein Pferdestall wär. Aber gwiss haben sie gwusst, dass eine Band im Dorf spielt und wir wurden herzlich empfangen, psonders mit einem Schlagzöiger wo Seifenblasen aus dem Mund emporsteigen lässt. Das alles war schön an Hospental. Was weniger schön war, war das Wetter, weil es immer noch ein regnete. Und wenn es regnet können wir aus elektroschocktechnischen Gründen nicht spielen. Und Schocks hatten wir höite schon gnug.
Der Gainsbourg wusste vom Militär auch, dass das Wetter in Hospental von allen Seiten kommen konnte. Wegen seiner Vorgschicht ist auch gerade der Gainsbourg nach Andermatt zu seinen Kollegen in die Kaserne gegangen und hat mit ihnen Wetter analüsiert. Und er kam mit trüber Mine zurück und prophezeite, dass das Wetter aktuellerweise vom Berner Jura nach Hospental komme – was soviel bedöite wie Regen die ganze Nacht.

Aber Flourish ist ja zum Glück keine Bänd wo sich langweilen tut. Wir dachten uns aus wasserdichte Musik zu machen, zogen durch die Hospentaler Strasse und sangen, passend zur Bergwelt, freiburger Volkslieder auf der Mandoline begläitet.
Und da schaute der Sandro vom Hospental aus dem Fenster und dem haben wirs grad so angetan, dass er seine Gitarre schnappte und zu uns in die Jugi kam. Zerscht hat er sich scheniert und wollte nichts spielen. Aber nach den benebelnden 4 Bier und 20 Minuten Pferdeduft hat er sich schliesslich am Xicht gefasst. Dieses wurde schruppelig und löste sich auf. Und er riss sich die „Sandro von Hospental-Maske“ vom Kopf und drunter kam der Polo Hofer hervor. Ja, Polo Nazional. Der hat offenbar in Hospental seine Sommerresidenz. Manuell machte vor Fröide eine Riesenseifenblase. Polo liess sein halbes Repertuar vom Schtapel und die Löite waren begeistert. Als dann die Nachtruhe einkehrte zog er die „Sandro von Hospental-Maske“ wieder an und schlich sich im Nebel von dannen.

Vielleicht war das ganz gut, dass wir kein Konzert spielen konnten. Der Polo hat uns einmal mehr gezeigt, dass es auch Kehrsäiten von Berühmthäizmedallien gab. Schliesslich wollen wir ja kümpftig nicht eine „Sandro von Hospental-Maske“ anziehen müssen.

Hospental aus der Vogelperspektive

Hospental aus der Vogelperspektive

wasserdichte Strassenmusik - elektroschockfrei

wasserdichte Strassenmusik - elektroschockfrei

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