Hobo Tour 6.8.2009 – bei den Habsburgern

Die Habsburg im goldenen Tiwi von Flourish

Die Habsburg im goldenen Tiwi von Flourish

Mister Oneshirt, der Elefant und der Gainsbourg

Mister Oneshirt, der Elefant und der Gainsbourg

Wir mussten also nur noch des Gainsbourgs Ohren ein bizzeli tröchnen und fuhren allmählich dem schönen Rhein und später der schönen Aare entlang in Richtung Brugg wo wir höitabend in einer Habsburg konzertieren sollten. Der Manuell hatte beim Wort Habsburger schon aus dem Mund zu sabbern begonnen weil ihn das irgendwie an Mäcdonelz erinnert hat. Aber der Manuell steht ja noch auf Fleischenzug wegen seinem Testosteronüberschuss. Uns wurde der Moment in Erinnerung gerufen wo der Manuell Säifenblasen produziert hat und es wurde allen ziemlich Bange. Wir mussten ihn also ablenken.
Im Riesencoop von Schaffhausen machten wir einen Halt und liessen uns von einem schönen Engel zu einem Cardinaldings überschnurren. Da hat man wiedermal gmerkt, dass wir lange auf Tournee waren. Braucht nur ein Engel zu kommen und die Jungs sind weg. Langsam aber sicher hätte man die ganze Band auf Fleischenzug setzen sollen. Entsprechend roch es dann im Opel nach Testosteron, gopfertelisiech!
Wäre da nicht der komische Fischgruch gewesen, wo alles überrochen hat. Zweifelsohne kam vom Gainsbourgschen Sitzplatz ein kleines Fischdüftli angerochen, worauf die Meerjungfrau von höite Morgen schon gerade ein bizzeli an Attraktivität einzubüssen hatte. Irgendwann hielten wir es dann nicht mehr aus und baten den Gainsbourg höflichst im Kofferraum Platz zu nehmen. Der liess sich das aber nicht einfach so bieten und wollte, dass wir ihm die Situazion tun erklären tun. Darauf zog er lachend ein miefendes graues Dreieck aus seiner Westentasche. Hatte er doch tazächlich dem Hai in Rorschach die Flosse abgenommen. Wir waren alle gerührt von den Plänen, dass der Gainsbourg zum Tourneeschluss unz eine leckere thailändische Haifischflossensuppe köcherlen wollte und autorisierten ihm den Platz auf dem Rücksitz. Wir hatten ja noch ein paar Schutzmasken dabei wegen Lehcims Menzingenräise.

Curly-Rock bäi den Habsburgern war angesagt. Und als wir in Brugg bei der Habsburg ankamen waren die Habsburger gerade ausgeschwärmt. Die hatten wohl Angst von den Zähringern, jedenfalls hat uns niemand empfangen. Vielleicht war es auch einfach wegen den Schutzmasken. Also bauten wir äinfach unsere Bühne im Garten auf und begannen zu konzertieren.
Der Dolby wo zäit Tagen etwas chribbelig drauf ist, brachte dann aber die Kacke doch noch zum Dampfen. Jetzt pass auf! Hat der doch tazächlich zwei Zuckerschtöcke neben der Bühne montiert und die als wir unser „Versailles“ spielten hat er bäim Pädäng einfach aufz Publikum geschossen. Und der Knall hallte nach und wurde rütmisch und wir merkten, dass es nicht mehr der Zuckerstockknall war, sondern gallopierende Pferdehufe. Aus den Büschen schossen Pferde und auf denen Habsburger mit Lanzen, dass nicht einmal mehr der Manuell an Mäcdonelz dachte. Offenbar bedöiten Zuckerschtöcke auf habsburgisch so was wie Bern für Jurassier. Da hatte uns der Dolby abermals in Töifelsküche gebracht. Mit einem Stone in der Band eigentlich kein Problem, aber beim Verhältnis von 145 Habsburger gegen einen Hell’s Angel, xehschwie…?

Zum Glück ist unsere Bühne binnen Sekunden abgebaut. Wir mussten rennen! Wenixtens hatte der Stone eine brilliante Idee und befahl mit dem Opel seinem Toyota Aygo zu folgen. Ungefähr bei Bern haben wir die Habsburger zu Ross abgehängt, doch langsam dämmerte unz Stones Plan, der raste tazächlich gen Gümmenen in säine Villa. Das war denn jetzt eppa gar kein Schenieschträich! Schau, es ist so: Bist du Pianist bei Flourish und Töfffahrer bei den Hell’s Angels, wird dein Haus sofort zu einer allseizbekannten Pilgerstätte. Wir waren in höxter Gefahr, weil uns jederzeit irgendwer sehen konnte. Wir fuhren mit der Bühne in seine Tiefgarasche und schrien ihn beim Aussteigen gleich an. Was hat der sich nur dabei gedacht? Da hätten wir uns grazogut in Bern auf den Bundesplatz stellen können. Der Stone mäinte gelassen er wollte den Schutz von Flourish grad mit säinen Plänen verbinden seine Lederjacke zu waschen. Meinegüte hatte der Nerven. Wegen äiner Lederjacke stürmte der nach Hause. Aber er blieb cool und sagte seine Villa würde sowieso niemert finden. Wir dachten schon an Hochsicherheizkumpels vor jeder Tür. Aber als wir unz dann im Billiardzimmer im Erdgeschoss uns an die Whiskybar machten, sahen wir vor den Fenstern nur grün.
Ist doch tazächlich dem Stones Rasen in diesen 10 Tagen so hoch gewaxen, dass alle seine Villa für einen Wald halten müssten und uns niemand finden würde.
Nun gut, geschlafen haben wir trotzdem nicht wirklich tief.

Das Konzert zu Habsburg

Das Konzert zu Habsburg

Looping äfft  Manuell nach - im Gebüsch lauern Habsburger

Looping äfft Manuell nach - im Gebüsch lauern Habsburger

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