Le Thoureil: Part 2 – Die Ankumpft

Schon beim Besteigen des Teschewes glaubte ich den Besseren gemacht zu haben als meine Fröinde im Böss, denn welcher Grenzwächter des Bernerjura sucht schon nach einem Flourishler im Zug? Und spätestens in Paris war ich mir sicher. Ich verspeiste schnell eine Gänseleber auf dem Mongmartr und zum Nachtisch 6 Schnecken, kaufte mir ein Bagett und ein paar Finken fürs Schloss und bestieg den nächsten Teschewe, der mich in windeseile mitten ins Herzen von Angschee (sprich: Angschee; keine Ahnung wie man das schreibt) katapultierte.
Ich nahm Funkkontakt mit meinen Fröinden im Tontechnikermobil auf, weil die nur schnell die Pfanne auf dem Beifahrersitz im Schloss abladen, und mich dann in Angschee abholen wollten. Wir vermuteten, dass sie schneller waren als der Bandböss, weil der Stone am Steuer – frage nicht. Aber das hätte ich nicht tun sollen, denn bereits die zitternde Stimme von Lehcim verriet mir, dass da etwas nicht ganz in Ordnung war. Jetzt hat offenbar ein bernjurassischer Zöllner in einem Küchenschrank von Tschowanni irgend ein Oreganokraut gefunden, das offenbar in Frongräisch auf der schwarzen Liste steht und schon war die Kacke am Dampfen. Der Dolby am Hörer hat mich dann beruhigt, denn offenbar hat der Stone inzwischen ein paar Anrufe bei ein paar alten Fröinden getätigt…

Oli und der Thurm

Oli und der Thurm

Item, ich kontaktierte die Jungs vom Böss, die offenbar schon lange im Schloss waren, nur hatten die ein anderes Problem. Jetzt musst du wissen, dass des Gainsbourgs Grandmaman mit ihren Feldherren 1376 gegen die Lothringer im Feldzug war, mit Hellebarden und Morgenstern, check Gschichtsbuch for förther Details. Auf jeden Fall gab es da die brenzlige Szene, wo der Feldmarschall Wulprecht zu Lothringen bis in das Schlafzimmer von Gainsbourgs Grandmaman vorgedrungen war. Zum Glück hatte diese dazumal ein Schwert bereit, welche sie ohne zu Zögern dem Wulprecht in die Rippen stiess. Die Grandmaman, eine aufrichtige Frau sah dem Wulprecht dabei natürlich in die Augen. Und wie der kalte Stahl sein Herz penetrierte und ihr Blick den seinen streifte muss es irgendwie gefunkt haben. Zmindescht hat er sich entschieden für immer und ewig in diesem Schlafzimmer zu bleiben wo er nun jede Nacht einen Besuch abstattet, auch wenn die Grandmaman nicht zu Hause ist. Der Gainsbourg hat uns vorgewarnt, aber warn mal eine Band mit Hells Angels und Schwermetallern vor – du weisst schon. Und doch war der Manuell bei der Ankunft ziemlich eingeschüchtert, von der Stimmung im leeren Schloss.
Die Buben mussten Platz im Böss machen damit sie mich in Angschee abholen kommen konnten. Der Manuell hat dann sofort vorgeschlagen das Harmonium auszuladen und mich im Laderaum zum Schloss zu befördern. Das ist aber in Frongräisch glaubich verboten, kommt noch vom Sklavenhandel her oder so. Und Flourish will ja dem Strassenverkehrsgesetz hörig sein. Also haben die Jungs Sisasugg gespielt. Der Verlierer musste seinen Platz frei machen. Die ersten 987345 Runden hat immer der Manuell verloren, konnte aber mit Dopingtests nachweisen, dass dies unrechtmässig war. Nach zweistundenfünfzig hat dann der Looping den Braten gerochen und sich freiwillig angeboten im Haus zu bleiben.
Ich war inzwischen in einem Bistro eingekehrt und hatte ein paar Froschschenkel verspiesen und zum Nachtisch 6 Schnecken. Und wie ich das Häuschen der fünften Schnecke am Ausschlürfen war, quietschte es vor dem Bistro. Ich: Blick raus, dort: der Bändböss und die brenzlige Situazion, ich: Kreditkarte auf den Tisch – weil ehrlicher Mensch, Hechtrolle in den Böss, Kuss links, rechts, links, rechts (weil in Frongräisch immer vier), dann für den Gainsbourg Kuss links, rechts… aber der trat schon aufs Gaspedal. Erst dann sah ich die Schangdarmerie im Rückspiegel, die sich gerade mit Flourish wegen Schnellfahrens angefäindet hatte… Huch, da haben die Jungs uns wieder in Töifelsküche gebracht. Laut Manuell ging es aber gar nicht anders, weil der Looping alleine mit Wulprecht im Schloss in höxter Gefahr war. Die Schangdarmen dicht am Bändbösspopo donnerten wir gen Angschees Stadtrand. Jetzt ist der Gainsbourg zum Glück immer ein wenig pragmatisch veranlagt und schlug dann vor den Böss leichter zu machen damit wir schneller fahren konnten. Wir warfen unsere Proberaumteppiche und Schaufensterpuppen, Stimmgeräte und Tschäckkabel aus dem Fenster, aber die Schangdarmen hatten ein potentes Auto, da ist nichts Luidefünes, weißt du. Wie wir schon alle Füdlenblutt da waren blieb mir nur noch die sechste Schnecke, die ich im Bistro nicht verspeisen konnte. Ich warf sie schweren Herzens aus dem Fenster, sie kullerte auf den Boden hinter uns und…
…die Schangdarmen waren weg – Schneckenschleim, frage nicht!

Gegen Hunger und Schangdarmen - französische Speiseschnecken

Gegen Hunger und Schangdarmen - französische Speiseschnecken

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