Le Thoureil Part 3 – Die erste Nacht

Wie wir die Schangdarmen abgehängt haben blieb des Gainsbourgs rechter Fuss tief, denn der Manuell befürchtete, dass das Haus den Looping inzwischen gegessen haben mochte. Wir waren in grösster Sorge um unseren Bläser. So breschte der Bändböss durch den Spinnenwald über den Krokodilgraben hoch auf den Hügel wo gerade ein blauer Schimmer davonzog – das wärs dann wohl gewesen für unseren Fröind…
…aber ürgendwie kam dem Gainsbourg das Schloss unvertraut vor, kleiner und unvollständig. Er wollte bereits die Strassenkarte studieren, als uns der Looping entgegenspaziert kam. Wir stürmten aus dem Gefährt, umarmten und küssten unseren verlorenen Sohn. Wir erklärten unsere Angst, dass das Haus ihn essen würde und dass wir ihm seinen Entscheid angesichts der prekären Lage zu flüchten, nicht verübeln würde. Looping kapierte nicht, denn offenbar war er nicht auf der Flucht, sondern bloss auf einem Verdauungsspaziergang, weil nicht das Haus ihn, sondern er das Haus gegessen hatte – ein Mann für alle Fälle! Zum Glück hat er nicht mit dem Wohnzimmer begonnen, wo wir aufzunehmen gedachten, sondern mit dem Hellebardenschrank!
Item, hundemüde rollten wird schliesslich unsere Schlafsäcke aus, und aus unerklärlichen Gründen wollte niemand in Grandmaman Gainsbourgs Schlafzimmer nächtigen. Wir legten Matratzen in einem Dienerkämmerchen aus und kuschelten uns eng aneinander. Wenn du jetzt den Manuell fragen würdest warum, würde er sagen wegen den Minustemperaturen im Schloss, aber glaub ihm nicht. So fielen denn auch alle sofort in einen Dornröschenschlaf, gezeichnet von der langen Anreise.
Doch das Vergnügen währte nur kurz. Aus meiner Perspektive war das so: um Punkt zwölf hörte ich den Teekocher in der Küche, sofort bei Verstand und unter Gebrauch meiner Detektivausbildung kombinierte ich, dass der Teekocher gar nicht im Haus sein konnte, da Tschowannis Küche noch an der Grenze klebte. Das Heulen wurde immer lauter und lange fackelst du da nicht ich sage dir: Schloss, Mitternacht, Heulen: Wulprecht! Ich drehte mich im Schlafsack um und fühlte die nackte Haut einer feuchten Gestalt – ein Schrei! Zwei Schreie! Meiner und… Manuell, er war in meinen Schlafsack gekrochen, weil er offenbar unterkühlt war, doch unterkühlte schwitzen nicht, gäu?

Manuell - furchtlos?

Manuell - furchtlos?


Auch der Gainsbourg war wach. Wir rückten panisch zusammen und merkten, dass der Looping fehlte. Wie wir laut kreischten polterte es an der Tür!!! Nach ein paar Runden Sisasugg musste der Gainsbourg öffnen. Vor der Tür stand Looping der lamentierte, dass man nicht mal in Ruhe ein Buch lesen und ein Pfeife rauchen könne. Wir erzählten ihm vom Heulen, doch er wollte uns nicht glauben. Um uns nicht ganz so unernst zu nehmen gab er uns einen Knoblauch. Wir rieben uns von Kopf bis Fuss damit ein, trauten aber der Sache trotzdem nicht so ganz. Also beschlossen wir, dass wir alle zusammen im selben Schlafsack nächtigen würden. Manuells war prädestiniert dafür, weil der am meisten nach Testosteron roch und Testosteron ist ja nun wirklich nicht Wulprechts Metiee. Eine angenehme Nacht wurde es dennoch nicht!

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