Le Thoureil Part 4 – Der erste Aufnahmetag

Was für ein erster Tag! Kein Schlaf wegen Wulprecht und kein Zmorgen, weil der Scheffkoch Stone mit der ganzen Küche an der Grenze festhing. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt. Zum Glück hat Looping noch ein paar Körnleni im Gepäck, die er allen verteilt hat. Der Manuell und der Gainsbourg haben freundlicherweise darauf verzichtet und im Restaurant eine Fleischplatte verdrückt. Am Nachmittag haben wir dann vorsorglich bereits ein paar Wideoklipps gedreht.
Als es schon bald nachtämmerte, trudelte endlich das Tontechnikermobil ein, samt Stone und Dolby und Lehcim, der schlief wie ein Baby. Auch die Küche war noch mit von der Partie. Offenbar hatte Stone mit seinem Kumpanen Tschimmi telefoniert, der dann mit ein paar Kollegen die Situazion an der Grenze geklärt hat. Jedenfalls haben sie sich entschieden bei der Rückkehr einen andern Gernzübergang anzupeilen.
Vor Einbruch der Dunkelheit wollten wir nun das Studio einrichten. Während der Stone Tschowannis Feldküche installiert hat, luden wir den Bändböss aus. Material war eh nicht mehr viel umen, weil wir das alles gegen die Schangdarmen auf der Strasse gelassen haben. Auch wollten wir den Wulprecht, seines Zeichens Feldmarschall zu Lothringen, nicht provozieren und haben den Marschallverschtärker sicherhäizhalber im Böss gelassen. Aus der Not wurde eine Tugend und wir haben in einer vierstundenzwanzig Sitzung beschlossen ein Feinstromweichspülerakkustikalbum aufzunehmen, dass später als „Curly-Pop“ und nicht mehr „Curly Rock“ bezäichnet werden sollte.
Noch bevor der Scheffkoch uns seine Bagetts servieren konnte, haben wir den Sound getscheggt und ein paar Takte von „Trouvers“ eingespielt. Alles klang himmlisch, ausser auf Kanal 13 hatten wir anstatt den Triangel, auf welchen das Mikrofon gerichtet war, ein schreckliches Heulen drauf.

Aus dem Wohnzimmer wird ein Tonstudio

Aus dem Wohnzimmer wird ein Tonstudio

Schlagartig wurde uns bewusst, dass wir vor Mitternacht im Bett sein sollten. Nun hatten wir nicht mehr alle Platz im Schlafsack von Manuell, weil wir ja jetzt drei Personen mehr waren. Die Jungs polierten schon die Schuhe um ein Sisasugg zu veranstalten. Doch das war alles gar nicht nötig. Denn als der Manuell und der Gainsbourg höite früh vom Fleischplattenrestorang zurückkamen, sind sie in einen Blumenladen eingekehrt. Sie haben ein Röseli gekauft und dieses in einer Vase ins Schlafzimmer von Grandmaman Gainsbourg gestellt. Der Dolby ist als Ängscheniör nicht bei jeder Probe dabei und kennt daher nicht alle Geschichten. Wir mussten ihm nur sagen, dass wir das grösste und schönste Zimmer als Tontechnikersuite vorgesehen hätten. Er ging dankbar zu Bett und wir quetschten uns zu fünft in Manuells Schlafsack.

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