Le Thoureil part 8 – der fünfte Aufnahmetag

Mathematik ist äigentlich äinfach: zehn durch sieben gibt nämlich ein bizzeli mehr als einen Song pro Tag. Wenn wir also die Nachwelt binnen einer Woche mit einem neuen Album bescheren wollten, müssten wir höite sicher zwäi Songs aufnehmen und das bedöitet Arbeit. Weisstu in den letzten Jahren sind die Schtandarz um die Rockalben ziemlich gewaxen. Früher, da konnte man noch eine CD mit eppa sieben Songs rausgeben. Aber das waren so die Zäiten wo der Printz ein progressives Album mit 20-minütern rausgegeben hat. Irgendwann kam dann mal z DRS3 wo xäit hat, dass sie keinen 20-minüter mehr tun spielen, weil man mit 20-minütern nicht mehr die Konzumxellschaft bedienen täte. Da muss ein Lied genau 3 Minuten gehen und nach 40 Sekunden muss ein Röfräng kommen. Da tut denn im Fall der DRS3-Scheff persönlich kronometrieren.
Aber ich will ja nicht immer dem DRS3 tschuld geben, die sind ja äigentlich lieb (HALLO DRS3 SPIEL MAL UNSERE MUSIK!!!). Nein, wir haben das mit dem Progressivrockepos gestern selber vermasselt und haben aus Big Day Out einen 3-Minüter gemacht. Schade äinersäiz anderersäiz wird uns nun die Konzumxellschaft zu Füssen liegen. Und was will man mehr als eine liegende Konsumxellschaft.

Item, jetzt hab ich glaubich stark politisiert. Jedenfalls zwei Songs gleich viel Stoff. Und das macht man nicht ohne Stoff. Ich habe den Jungs xagt ich würde spazieren gehen. Äinfach dass sie nicht merken, wenn ich am Ufer der Luar eine von den Tabletten durch die Nase lasse.
Und wie ich zurückkam hatten mäine Fröinde schon viel Arbeit geläistet. Wir hatten nämlich vor „Station“ einzuspielen. Aber Station war in F-Dur und F-Dur ging nun höite für den Lehcim noch nicht. Anstatt den Stone zu aktivieren und vielleicht aus dem Curly-Pop-Album gar ein Minimalmusikdings zu machen hat sich der Gainsbourg wo auch als Pragmatiker wirken tut vorgeschlagen den „Few Steps“ äinzuspielen, der ist nämlich in A-Dur und in der Britsch in Fis-Moll um dann im Röfräng auf H-Dur zu wexeln. Am zweiten Tag durfte der Lehcim wieder Kröiztonarten spielen. Also „Few Steps“. Wie ich also zrugg kam von der Luar stand der Song schon fast und der Manuell war hinter dem Kompiuter um die letzten Schnitte zu machen. Ja, ich hab auch komisch geguckt. Wäil der Manuell ja sonst trommelt. Aber offenbar wollte der Dolby nicht aufstehen, reagierte zmindescht nicht auf das Klopfen an seiner Tontechnikerswite. Wenn der Stone jetzt jeden Tag den Dolby überz Gländer wirft, dann selber in die Luar eintaucht, kann er sich nur ungut säinem Kerngeschäft, dem Kochen widmen. Also beschlossen sie den Dolby äinfach schlafen zu lassen. Der Manuell übernahm die Knöpfe, schliesslich hat er dem Dolby die Tage ein wenig über die Schulter geschaut und weiss jetzt wie das geht. Er hat gute Arbeit geläistet, und die anderen Fröinde auch, ich konnte mich gläich hinterz Mikrophon stellen und meine Xangskünste zum Besten geben. Ich habe gesungen und gesungen und gesungen und irgendwann hat mich dann mal der Ast in der Nase gekitzelt. Wie ich ihn wegstossen wollte sah ich das Eichhörnchen davonflitzen, flog ihm hinterher, direkt durch das Senkloch in den Supermarkt wo Arielle die Meerjungfrau an der Kasse mir ihre prallen Brüste verkaufen wollte. Als Benediktinermönch hat man es aber nicht so mit prallen Brüsten also schwebte ich wäiter und sah, schüst als ich die Äinfahrt auf die Autobahn nehmen wollte den Dolby am Wegrand. Das Tischört über den Bauchnabel geknöpft und den Daumen raus. Ich räichte ihm die Hand und wir schwebten und schwebten Hand in Hand bis uns die Nase erneut kitzelte, oder äzte? Irgendwie roch es nach Essig. Ich öffnete die Augen und sah neben mir den bleichen Dolby, vor mir den weinenden Lehcim und am Fusse des Bettes war Bandarzt Dr. Looping, der Dolby und mir Essigwickel um die Füsse legte. Irgendwie schien ich in die Äpfel gefallen zu sein. Da muss der Stone gemäint haben, dass es sich nun doch lohne die Tür zur Tontechnikersuite aufzubrechen, so könne der Bandarzt nämlich gerade zwäi auf einmal häilen, jedenfalls lief er gerade mit dem Rammbock unter dem Arm von dannen.

Oli und das Eichhörnchen (oben links)

Oli und das Eichhörnchen (oben links)

Dr. Looping hatte alle Hände voll zu tun, denn als wir schliesslich wieder bei Kräften waren, musste er dem Lehcim noch ein Traubenzucker verabreichen und ihn in die Arme nehmen.
Stone hatte inzwischen wieder die Uutcuisin in den Speisesaal gezaubert und um wieder zu Kräften zu kommen tafelten wir volle 3 Stunden. Schliesslich mussten wir ja noch den „Loire“ aufnehmen und das war denn ein Unterfangen. Looping erschöpft vom häilen hatte das Bedürfnis etwas Dampf abzulassen. Und immer wenn er dieses Bedürfnis hat, produziert der Frontallappen seines Kortex komische Ideen. Er schlug vor den „Loire“ im Stadionfeeling aufzunehmen um auf Baschis Zug aufzuspringen. Er wollte sämtliche Hockeyklubs anschräiben und den „Loire“ als Fänhümne verkaufen. Wir konnten uns das nicht so richtig vorstellen. Also hat er das inszeniert. Er trank etwa 8 Bier in zehn minuten und gab uns allen auch ein Bier, damit wir so richtig ins Stadionfeeling kamen. Dann hat er den Aufnahmeraum geleert und Gainsbourgs Geschtocksammlung in Hockeypängglen umfunkzioniert. Zur Auflockerung der Szene hat er dann schliesslich zerscht vorgeschlagen zum Song zu tanzen. Wir versuchten uns äinzuleben. Ausser der Dolby hatte mühe, er sass bläich hinter dem Pult und tat mir irgendwie läid. Schliesslich war er auf den Energiereserven und wir hatten nix besseres zu tun als Bier zu trinken. Ich wollte mich um ihn bekümmern. Schüst als ich ihn darauf ansprechen wollte, kippte sein Stuhl nach hinten und Dolby lag regungslos vor dem Mischpult am Boden! Mannomann war das äine Aufruhr. Läider schlug es genau in dem Moment zwölfe, daher kann ich jetzt nicht weitererzählen, denn nach zwölf ist laut Adam Riese morgen. Daher mehr im Eintrag von Morgen!

Gainsbourg und ein Element seiner Gehstocksammlung

Gainsbourg und ein Element seiner Gehstocksammlung

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